13.03.2026

Einsatz-Statistik 2025

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Statistik Bergrettungs-Einsatzjahr 2025 und erstes Winter-Resümee:

1086 Mitglieder der Bergrettung Kärnten leisteten knapp 800 Einsätze mit mehr als 6700 Personenstunden.
Fazit: Teils Fordernde Einsätze, aber zum Glück kein Rekordjahr.

Das Einsatzjahr 2025 war für die Österreichische Bergrettung, v.a. die Kameradinnen und Kameraden in Tirol und Salzburg eine Herausforderung –  in den Sommermonaten erreichten dort die Einsatzzahlen einen Höchststand. Auch in Kärnten konzentrieren sich die Spitzenzeiten der Einsätze auf die Sommermonate Juli und August, alleine in diesen beiden Monaten sind mehr als die Hälfte aller Einsätze zu bearbeiten.

Die Zahlen liegen laut Landesleiter Hannes Gütler aber im Trend: „Die Sommer- und Ferienzeit ist immer auch unsere Hochsaison. Wir sind froh, dass wir hier einen normalen Trend der Einsätze haben, denn diese Einsätze sind für uns fordernd genug: Auch unserer Bergretter:innen sind im Sommer im Urlaub und werktags berufstätig – somit sind in der Ferienzeit nur bedingt Kräfte verfügbar. Viele Ortsstellen müssen ihre Einsätze oft mit einer kleinen Truppe bearbeiten: In den Tälern Kärntens pendeln viele Mitglieder unter der Woche tagsüber in den größeren Städten zur Arbeit. Alle im Ort verfügbaren Kolleg:innen müssen bei Einsätzen dann aktiv werden. Wir sind allen Dienstgebern sehr dankbar, die es unseren Kräften ermöglichen, auch während der Dienstzeit zum Einsatz auszurücken – ohne diese Unterstützung der Wirtschaft wäre vieles nicht möglich!“ ergänzt Gütler.

2024 wurden 691 Einsätze abgewickelt, 2025 dann 797 Einsätze – warum sagt man dazu „kaum Änderung“?
Bernhard Pichler-Koban, Leiter der Geschäftsstelle Kärnten erklärt dazu, dass man im Winter nun besser und vermehrt die Pistenunfälle erfasse: „Das hob die erfassten Einsatzzahlen von 2025. Klammert man die Pisteneinsätze aus, sind wir auf dem Niveau des Vorjahres.“ so zeigt sich der vorwiegende „klassische“ Bergunfall laut Statistik in Form einer Verletzung beim Wandern.“ Pichler-Koban hinterfragt hier die Details: „Auffallend ist der Umstand, dass Verletzungen vorwiegend beim Abstieg passieren: Nicht am Vormittag, sondern am Nachmittag: das hat schon etwas mit zunehmender Erschöpfung und nicht optimaler Tourenplanung zu tun.“ Auch die Analyse der Unfallursachen gibt zu denken: 22-mal verirrten sich Personen, 15-mal kamen Bergsportler:innen nicht mehr weiter, und in 11 Fällen war Erschöpfung der Grund für den Einsatz. Die Bergrettung ist überzeugt, dass mit besserer Vorbereitung und durchdachter Tourenplanung viele dieser Einsätze vermeidbar gewesen wären.

Bergretter auf vier Pfoten:
Die Hundestaffel der Bergrettung verzeichnete 2025 vier Sucherfolge im alpinen und schwierigen Gelände: Dabei gelang eine dramatische und glückliche Lebendbergung, leider mussten auch drei Tote geborgen werden. 

Lawinen:
Vergleichbar mit den tragischen Lawinenunfällen und vielen Todesopfern in den Nachbarbundesländern verlief der Winter in Kärnten bisher glimpflich: Es gab nur wenige Betroffene und keine ernsthaften Verletzungen, die meisten Lawinen-Einsätze dienten der Nachkontrolle.

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