Ortsstelle Villach

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Sucheinsatz am Dreiländereck

Einsatzdauer: 03.08.2026 18:06 – 03.08.2026 21:49
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Am Abend des 3. August wurde die Bergrettung Villach zu einem Notfall auf dem Dreiländereck bei Arnoldstein alarmiert. Ein Mann habe dehydriert und verletzt die Orientierung auf dem Berg verloren. Eine Positionsbestimmung des Mobiltelefons war nicht möglich und sämtliche weiteren Versuche, den Mann telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos. So waren sowohl sein genauer Aufenthaltsort als auch sein Verletzungsgrad unklar und eine Suchaktion wurde initiiert.


Neben der Bergrettung Villach wurden auch die Bergrettung Hermagor, die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Kärnten , die Suchhundestaffel des Samariterbundes sowie die Rettungshundebrigade alarmiert. Ebenfalls im Einsatz standen der Polizeihubschrauber Libelle und die Freiwillige Feuerwehr Arnoldstein. Da nicht eruiert werden konnte, ob sich die vermisste Person auf österreichischem, slowenischem oder italienischem Staatsgebiet befand, wurde die Alarmierung auch an die Bergrettungsorganisationen der Nachbarländer weitergeleitet. Im Einsatz standen somit auch die slowenische Bergrettung der Ortsstelle Rateče sowie die italienische Bergrettung der Ortsstelle Tarvis. Sie begannen zeitgleich mit der Suche auf den jeweils angrenzenden Staatsgebieten.


Für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde im Gipfelbereich eine gemeinsame Vertretung aller drei Bergrettungsorganisationen eingerichtet. Suchgruppen wurden eingeteilt, Suchgebiete festgelegt und die Einsatzkräfte mit Shuttles der Feuerwehr beziehungsweise der Polizei in das Ski- und Wandergebiet Dreiländereck gebracht, um von dort aus talwärts die Wegesuche aufzunehmen.


Knappe zwei Stunden nach der Alarmierung erhielt die Polizei schließlich die Meldung, dass der gesuchte Mann bei einem Bauernhof aufgefunden werden konnte. Er befand sich in einem schlechten Allgemeinzustand, war dehydriert und wies mehrere Schürfverletzungen sowie eine Platzwunde auf. Der Bergrettungsarzt übernahm die medizinische Erstversorgung, anschließend wurde der Verletzte an den Rettungsdienst übergeben.