08.06.2026

Lawinenhundereferent Lorenz Geiger verstorben

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Die Bergrettung Kärnten und die Lawinenhundestaffel Kärnten und Österreich trauert um ihren langjährigen Lawinenhundereferenten Lorenz Geiger.

Er hat die Lawinenhundestaffel Kärnten über Jahrzehnte geprägt. Zunächst als Ausbildner in der Staffel tätig, übernahm er im Jahr 2003 in einer Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung die Leitung der Kärntner Lawinenhundestaffel. Gemeinsam mit Albin Oberluggauer, der im Jahr 2005 als Ausbildungsleiter zu ihm stieß, gelang es ihm, Ausbildung und Organisation der Lawinenhundestaffel in die moderne Zeit zu führen und das Ausbildungsniveau zu vertiefen. Die hohen Ansprüche, die er an sich selbst stellte, erwartete er auch von den Hundeführern. In der Erreichung dieses Anspruchs konnte er durchaus  unwillig und streng sein. Doch der gehobene Anspruch in kynologischer und alpinistischer Hinsicht erhöhte letztendlich die Motivation der Hundeführer, so dass durch sein Vorbild die Hundestaffel im Herz der Bergrettung verankert wurde und die Hundeführer heute hochkompetente, motivierte, in ihren Ortsstellen geschätzte Kameraden sind.

Seine akribische Kursorganisation ist über die kärntner und österreichischen Grenzen hinaus bekannt. Unermüdlich pflegte er internationale Kontakte beispielsweise nach Bayern, Slowenien, Italien, Kroatien, Polen oder in die Slowakei. Die von ihm organisierten Spezialkurse auf Bundesebene, wie z.B. der Trümmerkurs waren gefragt und geschätzt.

Sein jüngster Hund "Berro" konnte im März noch den C-Kurs abschließen und galt damit als vollwertig ausgebildeter Lawinen- und Suchhund. Schon von seiner Krankheit gezeichnet, konnte Lorenz mit ihm jedoch nicht mehr auf Einsatz gehen. Mit allen seinen Hunden davor hatte er aber er teils eindrucksvolle Sucherfolge im winterlichen und sommerlichen Einsatz verbuchen können.  

Mit Lorenz verlieren wir nicht nur einen kompetenten Hundeführer, sondern  einen wertvollen Menschen. Unter seinem manchmal strengen Äußeren ("Das war jetzt aber ein Doppelnuller!") verbarg sich ein  warmes Herz. Wir wussten, dass er für seine Hundeführer alles gegeben hätte. Offenheit und Ehrlichkeit in der Hundestaffel waren für ihn von ganz großem Wert und war eine Sache ausgeredet, wäre es ihm nie eingefallen, deswegen nachtragend zu sein. Er war ein wirklicher Leiter, ein Urbild der Verlässlichkeit und verstand es vorauszugehen, doch er begegnete seinen Hundeführern immer auf Augenhöhe. Wegen dieses menschlichen Umgangs hatte er in seinem Ausbildungsteam einen hochkompetenten Rückhalt.

Vor zwei Jahren hatte Lorenz die Leitung der Lawinenhundestaffel in die Hände von Albin Oberluggauer gelegt. Es ist unser Auftrag und unser Stolz, diesen Weg in seinem Sinne weiterzugehen.

Albin Oberluggauer, Gerhard Gfreiner

 

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