Kötschach-Mauthen
Einsatzgebiet: 290,00 km2
Ortsstellenleiter: Alexander Seiwald
Telefon: +43 660 484 15 29
E-Mail: as@sp-holz.at
Webseite: bergrettung-kaernten.at/koetschach-mauthen
Geschichte
Die Ortsstelle Kötschach-Mauthen blickt auf eine lange und engagierte Geschichte im alpinen Rettungswesen zurück. Geprägt von der besonderen geografischen Lage zwischen den Gailtaler Alpen und den Karnischen Alpen entwickelte sich hier früh das Bewusstsein, dass die alpine Nutzung der Region – sei es durch Bergbauern, Holzarbeiter, Schmuggler oder später durch Alpinisten und Touristen – auch ein verlässliches Rettungswesen benötigt.
Bereits in den ersten Jahrzehnten des organisierten alpinen Bergsports kam es im weitläufigen, teilweise schwer zugänglichen Gebiet rund um Kötschach-Mauthen immer wieder zu alpinen Notfällen. Steile Kare, ausgesetzte Grate und rasch wechselnde Wetterbedingungen machten Bergungen zu einer großen Herausforderung. Aus diesem Bedarf heraus wurde die Ortsstelle Kötschach-Mauthen gegründet – getragen von Idealismus, Kameradschaft und dem Willen, Menschen in Not zu helfen.
In den Anfangsjahren erfolgten Einsätze oft unter einfachsten Bedingungen. Die Ausrüstung war rudimentär, Anmärsche lang und mühsam, Kommunikation schwierig. Bergungen wurden zu Fuß, mit Seil und Trage durchgeführt – häufig bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter. Dennoch zeichnete sich die Ortsstelle schon damals durch große Einsatzbereitschaft und Ortskenntnis aus.
Mit dem wachsenden Alpinismus und Tourismus in der Region stiegen auch die Anforderungen an die Bergrettung. Die Ortsstelle entwickelte sich stetig weiter: Neue Rettungstechniken, verbesserte Ausbildung und moderne Ausrüstung hielten Einzug. Besonders die Grenzlage zu Italien brachte immer wieder internationale Einsätze und eine enge Zusammenarbeit mit benachbarten Organisationen mit sich – ein wertvoller Beitrag zur grenzüberschreitenden alpinen Sicherheit.
Heute steht die Ortsstelle Kötschach-Mauthen für Professionalität, Erfahrung und starke Gemeinschaft. Die Mannschaft besteht aus bestens ausgebildeten, ehrenamtlichen Bergrettern, die ihre Freizeit und ihr Können in den Dienst der Sicherheit stellen. Neben Rettungseinsätzen zählen auch Prävention, Ausbildung, Lawinenkunde sowie die Unterstützung bei Veranstaltungen zu den Aufgaben der Ortsstelle.
Trotz aller technischen Fortschritte ist der Kern der Ortsstelle über die Jahrzehnte gleich geblieben: Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und die tiefe Verbundenheit mit den Bergen und den Menschen der Region. Die Ortsstelle Kötschach-Mauthen ist damit nicht nur ein wichtiger Bestandteil des alpinen Rettungswesens in Kärnten, sondern auch ein Stück gelebter regionaler Geschichte.
Die Aufgaben der BergretterInnen
Der Österreichische Bergrettungsdienst – kurz ÖBRD bezeichnet – ist eine gesetzlich anerkannte Hilfs- und Rettungsorganisation und aus dem Bemühen entstanden, im unwegsamen, insbesondere alpinen Gelände Hilfe zu leisten. Er ist bestrebt, durch seine nationalen und internationalen Tätigkeiten, menschliches Leiden jederzeit zu verhüten sowie Leben und Gesundheit zu schützen. Er ist unabhängig, leistet freiwillige Hilfe und ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.
Zweck des Österreichischen Bergrettungsdienstes ist es, insbesondere im unwegsamen, alpinen Gelände Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not Geratenen zu helfen, sie zu versorgen, zu bergen, zu retten und Präventivwissen weiterzugeben.
Dies wird oft gemeinsam mit anderen Organisationen, wie der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder dem Bundesheer abgewickelt werde. Trotz eigenständiger Strukturen werden Zusammenarbeit und Kooperation groß geschrieben.