22.02.2026

Nacht-Einsatzübung der Bergrettung Radenthein–Nockberge in der Schlucht von Feld am See

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Am vergangenen Wochenende führte die Bergrettung Radenthein – Nockberge eine besonders anspruchsvolle Nacht-Einsatzübung in einer engen Schlucht nahe Feld am See durch. Ziel war es, ein komplexes Rettungsszenario unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren – begleitet von einem regionalen Fernsehsender, der die Übung filmisch dokumentierte.

Realitätsnahes Szenario

Angenommen wurde ein abgestürzter Wanderer, der sich nach einem Sturz in unwegsamem Gelände schwer verletzt in einer steilen, felsdurchsetzten Schlucht befand. Die besondere Herausforderung lag in der Kombination aus:

  • schwierigem, rutschigem Untergrund
  • beengten Platzverhältnissen
  • schlechte Wetterverhältnissen und Dunkelheit 
  • und der sicheren Koordination mehrerer Seilsysteme

Bereits der Zugang zur „Unfallstelle“ erforderte höchste Konzentration. Mehrere Retter mussten sich über Fixpunkte und mobile Sicherungen in die Schlucht abseilen, um den „Verletzten“ zu erreichen und medizinisch erstzuversorgen.

Technisch anspruchsvolle Bergung

Nach der Erstversorgung wurde ein komplexes Flaschenzug- und Seilbahnsystem aufgebaut. Die Bergung erfolgte vertikal über mehrere Felsstufen hinweg. Dabei waren präzise Kommandos, klare Aufgabenverteilung und absolute Verlässlichkeit innerhalb der Mannschaft entscheidend.

Die enge Schlucht verstärkte akustische Signale und erschwerte die Kommunikation – ein zusätzlicher Stressfaktor, der in der Übung bewusst einkalkuliert wurde. Trotz dieser Bedingungen zeigte sich die Mannschaft hochkonzentriert und routiniert.

Medienbegleitung als zusätzliche Herausforderung

Die Anwesenheit eines Fernsehteams stellte eine weitere Komponente dar. Kamerapositionen mussten abgestimmt, Sicherheitsabstände eingehalten und gleichzeitig ein reibungsloser Ablauf garantiert werden.

Für die Bergrettung bot sich dadurch die Gelegenheit, der Öffentlichkeit einen Einblick in die anspruchsvolle Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu geben. Der Beitrag soll nicht nur die technische Professionalität, sondern auch den Teamgeist und die intensive Ausbildung der Mitglieder sichtbar machen.

Fazit der Übung

Die Übung in der Schlucht von Feld am See zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training unter möglichst realistischen Bedingungen ist. Gerade schwieriges Gelände, wie es in den Nockbergen häufig vorkommt, verlangt höchste Kompetenz in Seiltechnik, medizinischer Versorgung und Einsatzkoordination.

Die Verantwortlichen zogen ein durchwegs positives Resümee:

  • wertvolle Erkenntnisse für künftige Einsätze
  • gefestigte Zusammenarbeit innerhalb der Ortsstelle
  • und eine gelungene Präsentation der Bergrettungsarbeit in der Öffentlichkeit

Solche Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Einsatzbereitschaft – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Ein herzliches Dankeschön an Angelika und Klaus Kohlweiß für die köstliche Jause zum Anschluss der Übung.
 

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